„Wir machen Lego für Große“

Diese Roboter aus Rohrdorf erobern die Welt

Was hier von Hand entsteht, arbeitet später von ganz allein: Die Maschinen von TGW Robotics. Jede Anlage wird in Rohrdorf entwickelt und gebaut. Drei Mitarbeiter verraten, wie sie hier Teamgeist, Tüftler-Leidenschaft und Bodenständigkeit erleben.

Ein Surren, ein Klopfen und leise Gespräche. Die Unterhaltung zweier Männer mischt sich in die Geräusche der Produktion. Sie arbeiten an einer Konstruktion, die später wichtige Handgriffe in der Logistik übernehmen soll. Manuel Mauritz (36) ist technischer Monteur und baut zusammen, was Produktentwickler Christoph Lang (27) entwirft.

Two smiling men stand in a factory workshop, surrounded by metal structures and machinery.

Der eine entwirft, was der andere baut: Manuel Mauritz und Christoph Lang (rechts).

„Wir lösen den ganzen Tag Probleme“, sagt Lang. „Probleme, die wir zum Teil selbst erfinden“, fügt er hinzu und lacht. Wer neue Roboter entwirft, müsse sich auf unvorhergesehene Herausforderungen gefasst machen.

Schon als Bub am Mofa geschraubt

Die Faszination für Maschinen begleitet Christoph Lang seit seiner Kindheit. „Ich war schon als kleiner Bub technikbegeistert, habe am Mofa rumgeschraubt und selber Go-Karts gebaut“, erzählt er. Nach dem Maschinenbaustudium stand für ihn fest: Er will mehr als nur eine Nummer in einem Konzern sein. Für seinen Job bei TGW Robotics zog der gebürtige Passauer nach Stephanskirchen.

Two men in an office discussing, one pointing while explaining, the other listening intently.
Young man smiling while examining a metal component in a workshop.

Bei TGW Robotics schätzt Lang heute vor allem den kreativen Spielraum. „Wir haben als Konstrukteure relativ große Freiheiten, was Entwicklungen angeht“, sagt der 27-Jährige. Sobald der Hallenplan eines Kunden vorliegt, geht die Arbeit für den Produktentwickler los. Gute Einfälle kommen ihm nicht nur am Schreibtisch: „Manchmal fällt mir über Nacht die Lösung für ein Problem ein, das mich schon Wochen beschäftigt.“

Vom Rechner in die Montage

Für Lang ist es das größte Erfolgserlebnis, wenn seine Visionen Realität werden. „Am Schluss ist meine Idee 50 Mal in Bestellung und der Manu ist ein halbes Jahr ausgelastet.“ Für Manuel Mauritz ist das „wie Lego für Große“. „Ich bekomme verschiedene Zeichnungen, Anleitungen, Stücklisten“, erklärt der 36-Jährige seinen Arbeitsablauf. Bevor er und seine Kollegen in der Halle loslegen, sehen sie sich den Entwurf als 3D-Zeichnung an.

Two men work on industrial machinery in a factory, one explains while the other listens.
Man in a workshop adjusting equipment with a control panel and reaching up.

Seit drei Jahren dabei: Manuel Mauritz.

Seit drei Jahren ist Mauritz nun bei TGW Robotics, zu Beginn als Leiharbeiter: „Ich wollte immer in die Produktion, aber bei meiner alten Firma ging das nicht. Für mich war die Leiharbeit eine gute Möglichkeit, auch als Ungelernter in einen Betrieb reinzukommen und zu zeigen: Hey, ich kann das!“ Sein Können hat überzeugt. Die Festanstellung wurde ihm nach etwa einem Jahr angeboten.

Offene Worte als Motivation

Für Christoph Lang ist das direkte Feedback von Manuel Mauritz unerlässlich. Denn was als 3D-Entwurf perfekt aussieht, lässt sich laut dem Projektingenieur nicht immer umsetzen. „Wenn Teile zu schwer oder Schrauben zu kurz sind, sagt Manu direkt: Das würde ich anders lösen“, sagt Lang. Jede einzelne Anlage sieht er sich an, um dazu zu lernen.

A smiling male worker in black polo shirt and glasses adjusts machinery with a tool in a brightly lit factory.
Three smiling colleagues collaborating over a laptop in a bright industrial or warehouse setting.

Sobald der Auftrag ins Haus kommt, übernimmt Carina Klein (28) die Koordination zwischen unseren internen und externen Ansprechpartnern. Als Projektleiterin in der Realisierung sorgt sie dafür, dass die Maschinen das Werk verlassen und bei den Kunden in Betrieb gehen. „Wir sind zuständig für die gesamte Auftragsabwicklung – bis alles beim Kunden auf der Baustelle ist und die Maschinen laufen“, so die Projektleiterin.

Learning by Doing

Seit einem Jahr arbeitet Klein bei TGW Robotics. An ihrem ersten Tag habe sie nicht einschätzen können, was auf sie zukommt. Doch das habe sich schnell gelegt. „Bei uns gilt ‚Learning by Doing‘ und man darf echt überall mitmachen und dabei sein“, sagt Klein. Zudem begeistert sie, dass jede Maschine individuelle Anforderungen erfüllen kann: „Standard gibt's bei uns kaum. Wir bauen alles ganz spezifisch für unsere Kunden.“

Kurze Wege, starkes Team

Wie ihre Kollegen schätzt Carina Klein das Arbeitsklima und die Du-Kultur. Noch schöner sei die Mischung aus Heimatliebe und Weltoffenheit. „Wir sind ein sehr regionaler, aber dennoch ein internationaler Arbeitgeber.“ Das mache TGW Robotics aus. Für ihre Projekte ist Klein regelmäßig unterwegs – von Österreich über Spanien bis nach England. Was in Rohrdorf als Zeichnung begann, bereichert Logistikzentren rund um den Globus.

Two people having a discussion over coffee at a table in a modern office environment.

Schätzt das Betriebsklima sehr: Projektleiterin Carina Klein.

Smiling young woman with blonde hair and glasses leaning on a table.
A smiling man in glasses and a black polo shirt, holding a black and yellow control device in a workshop.
Young man smiling, pointing to the side, and using a computer mouse at a desk in an office.

TGW Robotics: Experten der Automatisierung aus Rohrdorf

Die TGW Robotics GmbH aus Rohrdorf baut Spezialmaschinen für die Logistik. Mit knapp 200 Mitarbeitern entwickelt das Unternehmen Roboter- und Automatisierungslösungen, die vor allem im wachsenden Online-Handel gebraucht werden. Von der ersten Idee über den Bau der Maschinen bis hin zu Verwaltung, Verkauf und Kundenservice passiert alles unter einem Dach am Standort Rohrdorf.

Interior of a modern factory workshop with an overhead crane hoist and various metal components.
A well-lit, modern gym with various exercise equipment, wooden floors, and large windows. Includes cardio machines, weight racks, and yoga mats.
Bright, modern office breakroom featuring high and standard tables with chairs, illuminated by large windows.
Modern office with a soundproof meeting pod, surrounded by desks and chairs.
Wide shot of a clean, well-lit manufacturing facility with red overhead cranes and assembly lines.
Modern office with glass partition, separating a collaboration area and an open-plan workspace.
A long, brightly lit industrial factory floor with rows of modern black machinery, pipes, and shelving.

Von der Garage in den internationalen TGW-Verbund

Angefangen hat alles im Jahr 2000 in einer Garage unter dem Namen CHM Automatisierungstechnik. Weil die Speziallösungen ankamen, wuchs der Betrieb. 2016 wurde CHM Teil des internationalen TGW-Verbunds und erhielt den Namen TGW Robotics. Seit 2023 sitzt das Team in einem Gebäude in Rohrdorf, das Platz für die Zukunft bietet. Kürzlich feierte das Unternehmen sein 25-jähriges Jubiläum und öffnete die Türen für Besucher aus der Region.

Schlaue Technik, die das Kistenschleppen abnimmt

Pakete müssen heute schneller und fehlerfrei verschickt werden. Gleichzeitig fehlt Personal für die körperlich schwere Arbeit im Lager. Hier setzt TGW Robotics an. Ein Beispiel ist das System „OmniStax“, das Paletten und Rollcontainer vollautomatisch belädt. Eine KI-Software berechnet – ähnlich wie beim Spiel Tetris – wie die Kisten am besten gestapelt werden. Kamerasysteme und Roboter setzen das millimetergenau um.

Bei extremen Bedingungen zeigt die Technik ihre Stärken: In Tiefkühllagern bei bis zu minus 28 Grad schont die Automatisierung die Gesundheit der Mitarbeiter, spart Zeit und arbeitet zuverlässig. Davon profitieren Branchen wie die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie.

Icons showing company benefits: flexible hours, meals, health, training, perks, work environment, onboarding, events.

Jobs und Ausbildung mit Perspektive

Für weltweite Projekte sucht TGW Robotics Leute, die anpacken wollen. Das Jobangebot reicht von Technik und Handwerk über Büro- und Managementaufgaben bis hin zu Service-Einsätzen bei Kunden. Der Nachwuchs hat einen hohen Stellenwert. Das Unternehmen bildet aus und erleichtert den Azubis den Einstieg durch Kennenlern-Tage. Das Ziel: Wer hier seine Ausbildung absolviert, soll danach übernommen werden und im Unternehmen bleiben.

Four smiling students, two men and two women, pose outdoors in front of a school building and pond.

Die neuen Auszubildenden (von links nach rechts): Industriekaufmann Maximilian, Mechatroniker Moritz, Technische Produktdesignerin Maresa und Mechatroniker Jarin.

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HR-Ansprechpartner

Smiling woman in a light shirt in a modern factory setting.

Sabrina Weichselgartner

A bald man with a beard and glasses smiles, wearing a white shirt in a modern factory setting.

Alexander Ahrends

A smiling woman with dark hair in a white shirt stands in a modern factory setting, looking at the camera.

Veronika Schnabel

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