Heimatgefühl und High-Tech

Warum Mitarbeiter bei Rosenberger über sich hinauswachsen

Von der ersten Skizze bis zum fertigen Bauteil: Wie vielseitig die Industrie ist, wird meistens unterschätzt. Bei Rosenberger Hochfrequenztechnik in Fridolfing treffen Präzision und Technik aufeinander. Zwei Mitarbeiter erzählen von Rückhalt, Macher-Mentalität und Herzlichkeit.

Der Kontrast könnte kaum größer sein. Ein oberbayerisches Idyll mit Kuhweiden neben dem Firmengelände, in dessen Hallen die High-Tech-Maschinen rattern. Wenn Franz Weidinger und Valentin Mühlthaler über das Betriebsgelände gehen, rufen sie im Minutentakt ein „Servus“ über den Hof. Bisher kennen sich die beiden nur vom Sehen. Sie verstehen sich auf Anhieb, denn sie teilen dieselbe Begeisterung: Technologie auf Weltklasse-Niveau.

Traumjob über Umwege

Ein 21-köpfiges Team in der Industrie leiten? Das hätte sich Franz Weidinger mit 20 Jahren nicht zugetraut. Heute ist von der Unsicherheit nichts mehr zu merken. Und das, obwohl der gelernte Kfz-Mechatroniker nur durch Zufall im Industriegewerbe gelandet ist: „Ehrlich gesagt habe ich es früher nicht für möglich gehalten, dass ich jemals die Skills haben werde, die man braucht, um in der Industrie zu bestehen.“

Smiling man with tattoos on his arms working at a computer in an industrial setting.

Vom Kfz-Mechatroniker zur Führungskraft: Franz Weidinger.

Man with glasses and tattooed arms examining small components at a desk with a microscope.

Heute ist der 36-Jährige Gruppenleiter in der automatisierten Montage. Mit seinem Team betreut er bis zu 40 Anlagen. An den Maschinen werden vorgefertigte Bauteile zusammengesetzt. Die fertigen Steckverbinder landen dann in Kabelbäumen, Antennen oder Rückfahrkameras von Autos.

Bis in den eigenen Tesla

Auf seinem Arbeitsweg hat Weidinger jeden Tag einen direkten Bezug zu diesen Bauteilen: „Zu wissen, dass ich und meine Crew da maßgeblich dran beteiligt sind, dass die Rückfahrkamera in meinem Tesla läuft, weil da unsere Stecker drin sind – das ist einfach ein cooles Feeling.“

Mitten im Geschehen

Damit bei der Produktion dieser Teile alles reibungslos läuft, sitzt Weidinger im Zentrum der Montagehalle. „Mein Arbeitsplatz ist eine Insel mit halbhohen Wänden, so bin ich jederzeit für alle greifbar“, sagt er. Hier kümmert er sich um die Qualitätsprüfung und administrative Aufgaben wie die Arbeitszeitplanung. Sein Blick fliegt immer wieder zwischen seinen Bildschirmen und der großen Anzeigetafel hin und her, auf der er alle Anlagen auf einen Blick sieht: welche läuft, welche gerade steht, welcher Auftrag fertig ist – und wo er eingreifen muss.

Man smiling at a desk with a microscope and a large data screen in the background.

„Und dann drehe ich noch meine Runden durch die Halle", sagt Weidinger. Die Nähe zu seinem Team ist ihm wichtig. Schließlich gehe es bei einer Führungsposition um weit mehr als nur Weisungsbefugnis. „Das Schönste an meiner Rolle ist, dass ich Menschen Chancen und Möglichkeiten geben kann", sagt er. Wenn er in eine Person investiere und ihr sage „Ich glaube an dich", obwohl sie das selbst noch nicht tue, wachse sie über sich hinaus. „Es gibt nichts Schöneres. Da geht es mir eine Woche lang gut."

Wurzeln bei Rosenberger

Von Anfang an jemanden zu haben, der an einen glaubt und sein Wissen teilt, ist unbezahlbar. Zumindest für Valentin Mühlthaler. Der 30-Jährige ist Industriemechaniker sowie Lehrlingsbeauftragter in der Werkzeugtechnik und praktisch im Betrieb aufgewachsen. Sein Vater arbeitet seit über 40 Jahren bei Rosenberger.

Two men in blue polo shirts hold coffee cups and smile in a modern cafe or office lounge.

Seit 14 Jahren im Betrieb verwurzelt: Industriemechaniker Valentin Mühlthaler.

„Ich kenne die Firma, seit ich fünf bin. Der Geruch in der Halle ist immer noch derselbe“, sagt Mühlthaler und lacht. Mit 16 hat er hier schon seine Lehre zum Industriemechaniker absolviert. Mittlerweile ist er seit 14 Jahren dabei.

Vom Metallblock zum Präzisionswerkzeug

Was Mühlthaler antreibt? Der sichtbare Prozess seiner Arbeit. Er bekommt die Zeichnungen der konstruierten Baugruppen und nach diesen Vorgaben bearbeitet er dann einen Metallblock. Durch Drehen, Schleifen und Fräsen fertigt er daraus hochpräzise Vorrichtungen für die jeweiligen Montageanlagen. Oder einfach gesagt: Werkzeuge.

Ergebnisse zum Anfassen

Diese Werkzeuge werden gebraucht, um später die eigentlichen Bauteile in der Montage zu produzieren. „Es ist einfach schön zu sehen, was am Ende dabei rauskommt“, sagt Mühlthaler.

Person holding various precision metal machine parts in their open palm, highlighting manufacturing components.

Als Lehrlingsbeauftragter begleitet Mühlthaler die Nachwuchskräfte im zweiten Lehrjahr. Wenn er den jungen Leuten über die Schulter blickt, erinnert er sich oft an seine eigene Lehrzeit: „Unsere Maschinen sind für Rechtshänder ausgelegt. Wenn ich einen Azubi sehe, der wie ich Linkshänder ist und krampfhaft versucht, die Maschine wie ein Rechtshänder zu bedienen, zeige ich ihm meine Tricks. Das macht einen riesigen Unterschied.“

Azubis werden später oft Gesellen

Das schönste Gefühl sei für ihn, wenn ein Lehrling dank seiner Hilfe die Abschlussprüfung besteht. „Am Ende steht er dann vielleicht wieder bei dir und sagt: Ich bin jetzt dein neuer Geselle", sagt Mühlthaler. Dass aus Auszubildenden langjährige Kollegen werden, sei bei Rosenberger gelebte Praxis.

Young man smiling while working with an Allen wrench on a machine in a workshop.
A smiling man in a dark blue polo shirt operates a press machine in a factory, looking at the camera.

Weidinger und Mühlthaler sind sich einig: Die Herzlichkeit sei bei Rosenberger Hochfrequenztechnik auffallend. „Obwohl das hier ein riesiger Betrieb ist, überwiegt einfach dieses Familiäre“, betont Valentin Mühlthaler. Für Franz Weidinger zeigt sich das vor allem im täglichen Miteinander: „Ganz egal, ob ich mit einem Bereichsleiter rede, mit einem Fertiger oder mit den Reinigungsfachkräften – hier ist man auf Augenhöhe.“

Wachstum, das Sicherheit schenkt

Es macht beide stolz, wie das Unternehmen immer weiter wächst. „Noch während unsere Halle gebaut worden ist, wurde bereits über den nächsten Anbau gesprochen“, sagt Weidinger. „Wir wachsen immer weiter, was uns auch für die Zukunft ein sicheres Gefühl gibt.“

Die Rosenberger Gruppe

Das globale Industrieunternehmen in Familienbesitz ist stark von Tradition, Nachhaltigkeit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Mit 15.000 Mitarbeitenden weltweit – gut 3.500 davon am Hauptsitz in Fridolfing – ist Rosenberger ein gefragter Arbeitgeber in der Region. Als führender Hersteller von Hightech-Verbindungslösungen und Präzisionsteilen beliefert die Gruppe namhafte Technologiekonzerne weltweit.

Rosenberger bietet attraktive Karrierechancen für Auszubildende, motivierte Quereinsteiger sowie erfahrene Fach- und Führungskräfte. Ob im Management, in der Verwaltung oder in der Produktion: Das Unternehmen legt großen Wert auf echten Teamgeist und fördert seine Beschäftigten von Anfang an.

Benefits

Rosenberger Hochfrequenztechnik bietet sichere und modern ausgestattete Arbeitsplätze – sowohl in den Büros als auch im Maschinenpark der Fertigung. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten machen den Arbeitsalltag zeitgemäß und attraktiv.

Für eine gute Work-Life-Balance sorgen 30 Tage Urlaub. Finanzielle Extras wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie ein Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge gehören fest zum Angebot dazu.

Auch die Gesundheit kommt nicht zu kurz: Sportbegeisterte können im hauseigenen Fitness-Studio trainieren oder an Kursen wie Yoga und Functional Training teilnehmen. Mittags trifft man sich gerne im neuen Betriebsrestaurant „Opernhalle“. Dort gibt es gesunde, ausgewogene Mahlzeiten zu fairen Preisen – ideal für einen entspannten Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen.

Abgerundet wird das Angebot durch umfassende Tarifleistungen und gezielte Weiterbildungen. Wer sich engagiert, findet in diesem globalen Industrieunternehmen vielfältige Wege für die eigene Karriere.